Radiotipp: Zur Debatte
Ein Tipp für Radiohörer: Am morgigen Sonntag , 16.8. um 19:05 Uhr läuft auf RadioBERLIN unter dem Format “Zur Debatte” ein Beitrag zu Videoüberwachung in Berlin: Wie weit darf Überwachung gehen? Leider ohne Wortbeiträge aus Sicht der Surveillance Studies. Zwar hat Christoph Reinhardt, der Autor des Beitrages, sowohl Leon Hempel vom ZTG der TU Berlin als auch mich ausführlich interviewt, konnte unsere Statements aber am Ende nicht unterbringen, weil: Zeitproblem. Das Format ist nicht lang genug.
Jetzt die Preisfrage: (A) Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich partout nicht in mediengerechte Soundbites verpacken und wir sollten uns klugerweise darauf beschränken, Journalisten Hintergrundinfos zu vermitteln. Oder (B): Akademiker sollten endlich lernen, knapp, verständlich und prägnant zu formulieren, und mögliche Verzerrungen und Einseitigkeiten in Kauf nehmen. Anders gesagt, was ist wichtiger: Langwierige Didaktik oder strategische Rhetorik? Siehe mein Posting zum Buch von Zeh/Trojanow. Und siehe Leons Antwort auf meine Frage zur Rolle der Medien im TAZ-Interview “Transparenz wäre angemessener”.
15. August 2009 - 12:16 owl content


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1. Peter | 18. August 2009 um 08:17
Eine interessante Frage – und ein Problem, das uns auch als Aktivist_innen während der Existenz der “Leipziger Kamera” beschäftigt hat, wenn man argumentativ etwas Komplexeres als den verquasten Scheingegensatz von Freiheit und Sicherheit ansprechen wollte.
Bei uns hat es eher zu Frustration geführt und zu einem sinkenden Interesse, sich mit Medienleuten zu treffen, die trotz aller Bemühungen (die sie privat oft signalisierten) fast nie über x-te Neuauflagen bekannter Gemeinplätze hinausgelangten. Kritik an Videoüberwachung, die nicht nur die Frage, ob VÜ denn wirke behandelte, kam bspw. kaum “durch”. A und B sind also wohl keine antagonistischen Alternativen. Beides funktiniert eben nur begrenzt.
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