Online Pranger….

Schon lange interessieren sich Forscher und Journalisten für den Bedeutungswandel von Technologien.. oft wandelt sich ihre Nutzung weg von den ursprünglichen Intentionen… das Handy wird zu Kamera mit Telefon usw… in Kombination mit dem Internet, Blogsoftware und eben jenen Handykameras bietet nun eine New Yorker Webseite den Opfern von sexueller Belästigung eine Plattform um ihre Peiniger bloßzustellen.

Auf hollabacknyc.com können die zumeist weiblichen Opfer zurückschlagen…
Das ist nichts anderes als ein digitaler Pranger, mit welchen Folgen bleibt abzuwarten. Ob das mit Datenschutz, Persönlichkeitsrechten etc. vereinbar ist, bleibt dahingestellt – ohne die Taten oder verbalen Entgleisungen der Angeprangerten gutzuheißen…

Man kann eine solche Initiative sicherlich aus verschiedenen Perspektiven bewerten – es bleibt aber ein Nachgeschmack von Selbstjustiz, der Möglichkeit zum Missbrauch und groben Verstößen gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung…

Mehr dazu im Observer. Mobile vigilantes snap sex pests in action, Observer, 30. April 2006

2. May 2006 - 13:02

1 Comment Write a comment

  • 1. Surveillance Studies &raq&hellip  |  11. May 2006 um 11:17

    [...] und dann noch und immer wieder neues und inspirierendes von Gary T. Marx – z.B. “Forget Big Brother and Big Corporation: What about the Personal Uses of Surveillance Technology as Seen in Cases Such as Tom I. Voire?” passend zur Diskussion um das Online Vigilantentum von hollabacknyc.com [...]

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